Erstellt am 26. November 2015, 04:23

von Thomas Weikertschläger

Gratis-Zahnspange: Temporärer Engpass. Weil derzeit nur zwei statt drei Planstellen in Versorgungs-Region Waldviertel besetzt sind, kommt es zu langen Wartezeiten.

Derzeit ist eine von drei Planstellen für Zahnärzte, die in der Versorgungsregion Waldviertel Gratis-Zahnspangen anbieten, vakant. Foto: Shutterstock/Olga Miltsova  |  NOEN, Shutterstock/Olga Miltsova
Großer Unmut herrscht derzeit bei vielen Eltern aus dem Bezirk Gmünd rund um das Thema „Gratiszahnspange“. Der Grund für die Verärgerung: Auf Termine beim einzigen im Bezirk Gmünd ansässigen Zahnarzt mit Gratiszahnspangen, Karl Müller-Bruckschwaiger mit Ordination in Schrems, müsse man drei Monate oder länger warten. – Das ist für viele Eltern ein zu großer Zeitraum.

Sie lassen die Zahnspangen für ihre Kinder daher bei anderen Ärzten anfertigen – und müssen dafür, „Gratis-Zahnspange“ hin oder her, in die eigene Tasche greifen.

Eine Situation, die sich laut Lisi Heinz von der Pressestelle der NÖ Gebietskrankenkasse bald bessern sollte. Denn, so Heinz: „In der Versorgungsregion Waldviertel gibt es drei Planstellen für Zahnärzte mit diesbezüglichen Verträgen. Davon hat aber eine Ärztin ihren Vertrag zurückgelegt“, wodurch es bei den beiden übrigen zu größerem Andrang komme.

Die Stelle sei bereits neu ausgeschrieben, nach der Nachbesetzung sei damit zu rechnen, dass das „temporäre Problem“ wieder abnehme, betont Heinz.

Berechnet wird die Zahl der Planstellen nach Anzahl der Kinder bis 18 Jahren in der Versorgungsregion. Auf 10.000 Kinder komme eine Planstelle. Mit insgesamt 36 Stellen landesweit sei Niederösterreich absoluter Spitzenreiter in Österreich. – Zahnarzt Müller-Bruckschwaiger war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.