Erstellt am 30. Dezember 2015, 05:33

von Thomas Weikertschläger

Feriendorf für Litschau. Der aus Litschau stammende Oliver Erhart setzt am Inselweg Tourismus-Projekt um. Für 2,5 Millionen Euro entstehen bis Spätherbst 20 neue Appartements.

Zwischen 50 und 80 m2 groß werden die Ferienwohnungen sein, die bis zum Spätherbst 2016 fertiggestellt sein sollen. Die Gesamtinvestitionssumme beträgt 2,5 Millionen Euro.  |  NOEN, privat

Neben der geplanten - und umstrittenen - Errichtung eines Hotelprojekts am Herrensee wird derzeit in Litschau ein weiteres touristisches Großprojekt umgesetzt. Der gebürtige Litschauer Oliver Erhart (47) errichtet am ehemaligen Areal der Strickerei Preißler am Inselweg eine Appartement-Anlage mit 20 Ferienwohnungen.

Diese sollen zwischen 50 und 80 m2 groß sein, zwei bis fünf Zimmer aufweisen und hochwertig ausgestattet sein. Erhart: „Ich schätze selbst Qualität, daher weiß ich, was sich Gäste von einem guten Quartier erwarten.“ Er glaube, mit diesem Konzept in ruhiger, naturnaher Umgebung punkten zu können: „Es ist schwer, gute Qualität zu bekommen. Daher bin ich sicher, dass die Nachfrage dafür gegeben sein wird.“

„Ich schätze selbst Qualität,
daher weiß ich, was sich Gäste
von einem guten Quartier erwarten.“
Bauunternehmer Oliver Erhart

Zusätzlich soll die Anlage mit einem Pool und einer Imbiss-Stube zum Frühstücken ausgestattet werden. Für die Betreuung der Gäste wird Erhart auch Personal einstellen: „Ich gehe von ein bis zwei neuen Arbeitsplätzen aus“, sagt der Bauunternehmer. Erhart zieht die Errichtung mit seiner eigenen, in Tirol angesiedelten Baufirma durch, auch betreiben will er die Anlage dann selbst im Ganzjahresbetrieb: „Ich will an Feriengäste, etwa auch an Golfer vermieten. Die Appartements können auch für längere Zeiträume gemietet werden, für Dauermieter sind sie aber nicht gedacht“, so Erhart. Insgesamt investiert er rund 2,5 Millionen Euro in das Projekt.

Die Abrissarbeiten des alten Fabriksgebäudes sind bereits erledigt, von der alten Weberei stehen noch die Grundmauern. Erhart über den weiteren Fahrplan: „Ab Mitte Jänner geht es dann mit den Bauarbeiten wieder weiter.“ Mit der Fertigstellung rechnet er für den Spätherbst 2016.

Die Strickerei Preißler wurde 1920 vom Sachsen Paul Preißler gegründet, dessen Sohn Paul, der in Gmünd bei der Firma Baumann eine Färber- und Druckerlehre absolviert hatte, erweiterte den Betrieb um eine Färberei- und Druckerabteilung. Im Unternehmen waren bis zu fünf Personen beschäftigt. Die Fabrik selbst war bis ans Ende der 90er-Jahre des 20. Jahrhunderts aktiv, danach lief noch die Druckerei mit Siebdrucken und vereinzelt der Handel mit Textilien weiter.