Erstellt am 06. April 2016, 06:24

von NÖN Redaktion

Wohnhaus in Vollbrand. Werkstatt in Großwolfgers geriet in Brand, die Flammen griffen auf die Nebengebäude über: 91 Feuerwehrmitglieder kämpften gegen die Flammen.

Zum Brand eines Teiles eines landwirtschaftlichen Anwesens in Großwolfgers mussten am Sonntag 91 Feuerwehrmitglieder ausrücken.  |  NOEN, FF Großwolfgers/Max Mörzinger
Eine Werkstatt, ein Schuppen sowie ein leerstehendes Wohngebäude brannten am 3. April in der Weitraer Katastralgemeinde Großwolfgers nieder. Insgesamt 91 Feuerwehrmitglieder kämpften gegen die Flammen.
Der Besitzer, ein 53-jähriger Landwirt, bemerkte gegen 4.15 Uhr den Schwelbrand und die Rauchentwicklung in der Werkstatt. Als er die Werkstatttür öffnete, griffen die Flammen aufs gesamte Nebengebäude über. Er alarmierte sofort die Feuerwehr Großwolfgers. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand der mittlere Teil der rechten Hofseite in Vollbrand. Die Flammen schlugen durch das Dach, im Hof herrschte extreme Hitze, Wohngebäude, Stall, Scheune und ein unmittelbar an das Brandobjekt angrenzendes Nachbarhaus waren akut gefährdet.

Ortskommandant Wolfgang Tertsch leitete den Einsatz, zu dem auch die Wehren Großschönau, Spital, Weitra, Wetzles und Hörmanns sowie das Atemluftfahrzeug des Abschnittes Weitra, das bei der Feuerwehr Unserfrau stationiert ist, nachalarmiert wurden. Zuerst verlegten die Floriani eine Löschleitung, um die angrenzenden und massiv gefährdeten Objekte zu schützen. Die rasch nacheinander eintreffenden Feuerwehren nutzten zwei Löschwasserbehälter und begannen mit der Brandbekämpfung und Sicherung der Umgebung. Dadurch konnte der Brand rasch unter Kontrolle gebracht werden.

Mit schwerem Atemschutz ging es dann in den Dachboden, um die letzten Brandherde zu löschen. Die Feuerwehr Weitra überprüfte zum Abschluss den Brandort mittels Wärmebildkamera auf noch etwaige vorhandene Glutnester.

„Zugute kamen uns die zwei Löschwasserbehälter, die sich in unmittelbarer Nähe befanden und mit denen wir den Löschwasserbedarf abdecken konnten“, betonte Einsatzleiter Wolfgang Tertsch, dessen Mitglieder bis in die Mittagsstunden des Sonntages Brandwache hielten.

Landeskriminalamt ermittelt Brandursache

Gerettet wurden das Wohngebäude, der Stall mit allen Tieren, die angrenzenden Wirtschaftsgebäude, die Scheune samt Futtervorräten, diverse Maschinen, Fahrzeuge und das Nachbarobjekt. Es gab keine Verletzten. Ein Hoftrac wurde im brennenden Schuppen ein Raub der Flammen.
Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt. Betreffend der Ermittlung der Brandursache befand sich am 4. April ein Brandermittler des Landeskriminalamtes vor Ort, ein Ergebnis stand zu Redaktionsschluss der NÖN noch nicht fest.

Weitras Bürgermeister Raimund Fuchs, ein Großwolfgerser, lobte das entschlossene und routinierte Auftreten der Einsatzkräfte sowie die perfekte Zusammenarbeit der eingesetzten Kräfte, die trotz der prekären Lagen den Brand rasch in den Griff bekamen.