Erstellt am 24. September 2015, 05:32

von Thomas Weikertschläger

Hausverbot im Volksheim Amaliendorf. Gemeinde Amaliendorf-Aalfang wollte Bürger über Windpark-Projekt informieren - und verweigerte Windkraft-Gegnern die Teilnahme.

Michael Moser.  |  NOEN, privat

Von einem "Zwischenfall" bei der Informationsveranstaltung der Gemeinde Amaliendorf im Volksheim zu den geplanten Windkraftanlagen der WEB soll es laut Michael Moser, bekanntem Windkraft-Gegner, gekommen sein. Er und Universitätsprofessor Manfred Maier wollten an der Veranstaltung, die für Gemeindebürger gedacht war, mittels Vollmacht als Vertreter von zwei älteren Gemeindebürgern teilnehmen. Beim Eingang sei ihnen der Zutritt mit der Begründung, es handle sich um eine private Veranstaltung, von Bürgermeister Gerald Schindl und Vizebürgermeisterin Claudia Allram verweigert worden, so Moser. Dann sei vom Obmann des Volksheims, Norbert Allram, ein Hausverbot ausgesprochen worden.

Bürgermeister Schindl bestätigt auf NÖN-Anfrage: „Es hat sich um eine Informationsveranstaltung für unsere Bürger gehandelt. Die beiden sind bekannt dafür, Schwierigkeiten zu machen. Das sollte verhindert werden. Wir wollten unseren Bürgern eine reibungslose Veranstaltung ermöglichen.“

Veranstaltung verlief einseitig

Laut Moser sei die Veranstaltung einseitig verlaufen, kritische Fragen seien umgangen oder nicht beantwortet worden. Auch Schindl spricht von einer einseitigen Veranstaltung, denn: „Die Bevölkerung war sehr interessiert und hat klar und deutlich den Wunsch bekundet, dass wir in die Zukunft blicken und sinnvolle Alternativen in der Stromerzeugung suchen.“ Schindl bestätigte außerdem, dass die Umwidmung des angedachten Areals für drei bis vier Windräder auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung am 28. September stehe.

Schindl seinerseits überlegt rechtliche Schritte gegen Moser, da dieser das Gemeindewappen in einer Aussendung ohne die Zustimmung der Gemeinde verwendet habe. In einer Montage wurden Windräder in das Wappen integriert. Schindl: „Das lassen wir uns nicht gefallen.“