Erstellt am 27. Februar 2016, 04:19

von Thomas Weikertschläger

Beim Magic Jet wird gebaut. Großtank-Hersteller GLS investiert 1,6 Millionen Euro in Produktionsanlage – und will Mitarbeiterzahl weiter aufstocken.

Geschäftsführer Günther Fuchshuber und Betriebsleiter Herbert Rauch blicken der Zukunft ihres Unternehmens optimistisch entgegen.  |  NOEN, Thomas Weikertschläger

Mit einem weiteren Ausbau des Standorts in Heidenreichstein setzt das seit 1987 agierende Unternehmen GLS Tanks, Hersteller von verschraubten Email-Stahl-Großtanks, einen weiteren Meilenstein. Dank einer Investition in Höhe von 1,6 Millionen Euro wird die Zahl der Mitarbeiter von 80 auf 90 erhöht.

Ab dem Frühjahr wird neben dem Flieger des Magic Jet-Towerstüberls im Gewerbegebiet Kleinpertholz zusätzlich zur 2.500 m2 großen Produktionshalle eine neue 1.000 m² große Halle errichtet. Hier werden der bestehende Stahlbau und die Schlosserei untergebracht. In der alten Halle werden eine neue Laserschneidanlage untergebracht und ein Gasspeicher zu deren Betrieb errichtet.

Notwendig wurde dieser Ausbau, weil das Unternehmen, das im Vorjahr einen Umsatz von knapp 15 Millionen Euro erzielte, künftig auch die bisher extern durchgeführte Anbringung von Löchern zum verschrauben der Email-Panele selbst durchführen wird.

Zehn neue Arbeitsplätze

Geschäftsführer Günther Fuchshuber begründet den Ausbau mit dem guten Geschäftsgang: „Daher wollen wir diesen Produktionsschritt, der zuletzt im Ausland durchgeführt wurde, wieder insourcen. Damit steigt die Wertschöpfung am Standort Heidenreichstein.“ Mit den zehn neuen Arbeitsplätzen wird man den Mitarbeiterstand von vor zehn Jahren (30) sogar verdreifachen.

„Es ist gar nicht so einfach,
Aufträge vor der Haustür zu bekommen.“
GLS-Geschäftsführer Günther Fuchshuber
über die Exportquote von 95 Prozent.

Das Problem, geeignete Arbeitskräfte für das Unternehmen zu finden, habe sich in den letzten Jahren verringert. „Wir haben uns als hochwertiger Arbeitgeber einen Namen gemacht“, so Fuchshuber. Das Unternehmen biete neben seiner internationalen Ausrichtung (Exportquote: 95 Prozent!) und seines technischen Know-How (Fuchshuber: „Wir haben gegenüber den wenigen Mitbewerbern durch die Produktionsqualität im Emailierungsverfahren ein Alleinstellungsmerkmal am Weltmarkt.“) attraktive Arbeitsplätze, die besonders für Menschen aus dem Waldviertel auch nach einem Studium infrage kommen.

Im März startet erster Lehrling im Betrieb

Damit es auch in Zukunft genug qualifiziertes Personal gibt, engagiert sich GLS ab März erstmals auch als Ausbildungsbetrieb. Unter Regie von Prokurist Herbert Rauch wird dann der erste Lehrling in der Firmengeschichte ausgebildet.

Derzeit ist das Unternehmen mit Projekten in Frankreich, Norwegen, Deutschland, Brasilien oder Malaysia beschäftigt. Fuchshuber: „Auch im arabischen Raum sind wir aktiv.“ Zu den Kunden zählen neben Coca-Cola oder Heineken etwa auch die brasilianischen Wasserbehörden oder international tätige Kläranlagenbauer.

Zu den wenigen in Österreich umgesetzten Projekten zählte 2015 die Errichtung der Biogasanlage in Waidhofen. „Dabei musste viel Überzeugungsarbeit bei den Investoren geleistet werden. Es ist nicht einfach, Aufträge vor der Haustür zu bekommen“, so Fuchshuber.