Erstellt am 13. Mai 2016, 05:44

von Thomas Weikertschläger

Eine Altlast wird beseitigt. Gelände der ehemaligen Metallwarenfabrik Franke in Kleinpertholz, in dem heute auch die Franz Zeh Galerie untergebracht ist, muss „nachsaniert“ werden.

Gerhard Kirchmaier dürfte Heidenreichsteins Bürgermeister bleiben, die Einigung steht unmittelbar bevor.  |  NOEN, Markus Lohninger

Einem heiklen Thema musste sich der Heidenreichsteiner Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung widmen. Auf der Tagesordnung stand die Vergabe der Planung und Ausschreibung der Sanierungsmaßnahmen zur „Altlast N63“ in Kleinpertholz.

Notwendig wurde diese Sanierung, um die Sicherung moderner umweltgesetzlicher Standards zu gewährleisten, wie Bürgermeister Gerhard Kirchmaier (SPÖ) meint. Bei der Sanierung geht es um jene Liegenschaft, in der vor ihrer Schließung die Metallwarenfabrik Franke untergebracht war. Danach wurde die Liegenschaft an den Künstler Mannhard Zeh verkauft, der nach Revitalisierung der Fabrik unter anderem sein Atelier und das „Franz Zeh Museum“ darin eingerichtet hat. Obwohl die Fabrik Franke die seinerzeitigen Vorgaben eingehalten habe, so Kirchmaier, seien sie aus heutiger Sicht überholt. „Der Bereich bis zur Pertholzer Straße muss entsprechend den geltenden gesetzlichen Vorschriften nachsaniert werden“, so Kirchmaier. Dazu gehören die Abtragung des Erdreichs und ein Schachtbrunnen plus Aktivkohlefilteranlage.

Zeitplan und Kosten noch ungewiss

„Die Stadtgemeinde bewältigt dieses Thema mit Zeh mithilfe des Bundes“, meint der Ortschef weiter. Einen Zeitplan für die Umsetzung gebe es noch nicht, zuvor gelte es die Förderzusage des Bundes abzuwarten. Dann könne man auch Aussagen über die Kosten machen.

Die Abwicklung erfolgt durch die Kommunalkredit Public Consulting im Auftrag des Umweltministeriums. Mit der Sanierung soll den stets besser werdenden umweltrechtlichen Standards zugunsten der Bewohner im Ort entsprochen werden und ein „Schandfleck“ aus Heidenreichstein und dem Altlastenatlas beseitigt werden. „Flüchtige Chlorkohlenwasserstoffe und Belastungen mit Tetrachlorethen werden der Vergangenheit angehören“, so Kirchmaier.

Bei der Beschlussfassung im Gemeinderat gab es eine Stimmenthaltung von Mario Gratzl (FPÖ), da er bei einer vorbereitenden Sitzung krankheitsbedingt fehlte und ihm daher die notwendigen Infos fehlten.

Die Arbeiten bis zur Vergabeempfehlung und der Aufsicht und Kontrolle der Maßnahmen wurden an die Firma G.U.T. aus Linz vergeben.