Heidenreichstein

Erstellt am 14. Juli 2016, 03:00

von Markus Lohninger

Jubiläum für Regionalmarkt. Regionale Produkte von regionalen Erzeugern als Teile des traditionellen Jahrmarktes: Beteiligte ziehen nach zehn Jahren positive Bilanz.

Manfred Stattler (Grüne): „Ist zu aktzeptieren.“  |  Archiv

Zehn Jahre und einen Tag nach der Premiere wird am 18. Juli ab 8 Uhr der bereits 50. Heidenreichsteiner Regionalmarkt gefeiert.

Inzwischen sei dieser als Bestandteil des vierteljährlichen Jahrmarktes nicht mehr aus der Stadt wegzudenken, sagt Bürgermeister Gerhard Kirchmaier (SPÖ): „Er bringt Leute nach Heidenreichstein und ist zugleich eine gute Werbung für unsere Hersteller bodenständiger regionaler Produkte.“ Den Ausstellern wird Kirchmaier im Zuge des Jubiläumsmarktes gemeinsam mit Manfred Stattler, Obmann-Stellvertreter im „Waldviertler Verein für regionales Wirtschaften“, danken. Besucher können zugleich an einem Gewinnspiel mitmachen.

Von der Idee zum Jubiläum

Stattler erlebte die Entwicklung des Regionalmarktes von der Idee in den Reihen seiner Grünen Liste Heidenreichstein bis zum Jubiläum mit, seine Bilanz über die ersten zehn Jahre fällt sehr positiv aus. Man habe, so Stattler, zur Attraktivierung des Jahrmarktes, zur Förderung von Regionalität und Regionalwährung beigetragen und auch einen Austausch von Kunden und Herstellern ermöglicht.

„Der Regionalmarkt wird gut angenommen, ist von allen Seiten geschätzt und gewünscht“, sagt Stattler zur NÖN. Der Mix aus Lebensmitteln, Kunsthandwerk und Gebrauchsgegenständen bis zum regelmäßig kommenden Messerschleifer habe sich, so Stattler, bewährt, seitens der im Schnitt etwa 15 Aussteller gebe es große Kontinuität. Einer dieser Standler ist die Tagesstätte Zuversicht, die sich früh in den Markt einklinkte, eigene Marktstände für ein einheitliches Bild errichtete und nun neben der eigenen Verkaufstätigkeit auch auf organisatorischer Ebene kräftig mithilft.

Gedanken über einen regelmäßigen Markttag

Neben den fixen Jahrmarkt-Terminen hat sich der Regionalmarkt inzwischen auch als Teil von Events in der Stadt – von „Literatur im Nebel“ über das Fest der 1.000 Ladenhüter bis zum Fischmarkt – bewährt.

Was kann die Zukunft bringen? Eine Übersiedlung von der Marktgasse direkt ins Stadtzentrum wäre überlegenswert und mehr Aussteller immer wünschenswert, sagt Manfred Stattler dazu. „Viele Menschen würden sich den Regionalmarkt außerdem zumindest einmal im Monat wünschen“, spricht er eine mögliche Ausdehnung vom punktuellen Ereignis zum regelmäßigen Markt an. Das würde natürlich den Aufwand und das wetterbedingte Risiko der Anbieter wesentlich erhöhen. Daher gebe es zu einer Ausweitung noch keine konkrete Initiative, betont Stattler: „Sie wäre schön, steht aber noch nicht auf der Tagesordnung. Bislang ist sie nur eine große Vision.“