Heidenreichstein

Erstellt am 11. November 2017, 04:35

von Thomas Weikertschläger

Martin Kaburek, ein motivierter Leiter. Martin Kaburek, Leiter des Musikschulverbandes Heidenreichstein, schloss die Leiter-Akademie erfolgreich ab.

Michaela Hahn (Geschäftsführerin Musikschulmanagement Niederösterreich, links) und Dorothea Draxler (Geschäftsführerin Kultur.Region.Niederösterreich, rechts) überreichten dem Heidenreichsteiner Musikschulleiter Martin Kaburek das Zertifikat für den Abschluss der Leiterakademie des Musikschulmanagements.  |  privat

Der Heidenreichsteiner Musikschulleiter Martin Kaburek absolvierte nun die Leiterakademie für Musikschulleiter. Als letzten Baustein der dreiteiligen Ausbildung verfasste er dabei eine Abschlussarbeit unter dem Titel „Öffentlichkeitsarbeiten mit speziellen Fokus auf die Entwicklung einer Corporate Identity (Corporate Design) im Musikschulverband Heidenreichstein“.

Kaburek ist seit September 2013 Leiter des Musikschulverbandes Heidenreichstein. Nach dem Abschluss seines BWL-Studiums an der WU-Wien studierte er Instrumental- und Gesangspädagogik (IGP) Klarinette sowie Jazz-Saxophon am Vienna Konservatorium in Wien.

Der Musikschulverband umfasst die Gemeinden Amaliendorf-Aalfang, Eggern, Eisgarn, Haugschlag, Heidenreichstein, Litschau und Reingers. Zwölf Lehrer, von denen alle ein abgeschlossenes Musikstudium oder eine ähnliche professionelle Ausbildung haben, betreuen rund 200 Schüler. Dazu kommen weitere 180 Schüler, die in Kooperationen mit den Volksschulen Amaliendorf-Aalfang, Eisgarn, Eggern und Heidenreichstein im Rahmen des Schulunterrichts unterrichtet werden. Die angebotene Palette an Instrumenten reicht von Saiten- und Tasteninstrumenten über Holz- und Blechblasinstrumente, Schlagwerk und Gesang bis zu Musikalischer Frühförderung und Orgel und Liturgie für Organisten, seit dem Schuljahr 2016/17 wird von Birgit Böhm auch Jazz- und Modern Dance unterrichtet.

Besonders wichtig ist Kaburek die „Musikalische Frühförderung“. „Diese Förderung ist für Kinder besonders wertvoll. Daher wollen wir diesen Bereich künftig um Eltern-Kind-Gruppen erweitern“, so Kaburek. Einen weiteren Schwerpunkt setzt Kaburek im Ensemble-Bereich, da er gemeinsames Musizieren als besonders wichtig erachtet. So gibt es etwa in Amaliendorf eine Bläserklasse, zwei Pop- und Rock-Ensembles, das Schulorchester „TonArt“, einen Klarinettenchor, eine Klavierkammermusik oder ein Percussions-Ensemble.

Musikschule setzt auf Kooperationen

Ein großes Anliegen ist Kaburek auch die Zusammenarbeit mit regionalen Kulturträgern wie Blasorchestern oder Chören. So wurde im September etwa ein gemeinsamer Chorworkshop abgehalten, auch mit den beiden Musikworkshops in Heidenreichstein, der Orgelwoche und „Nordic Grooves“, wird eng zusammen gearbeitet. Daneben zählt auch die Zusammenarbeit mit der Tagesstätte Zuversicht mit der „Combo PertHolz“ zum Repertoire der Musikschule.

Und dass in dieser gute musikalische Arbeit geleistet wird, zeigt die Tatsache, dass in den vergangenen drei Jahren bereits drei Absolventen der Schule ein Musikstudium begonnen haben. Zuletzt wurde der Klarinettist Lukas Dangl an der Universität für Musik und darstellende Kunst aufgenommen, er studiert dort seit Oktober IGP Klarinette.