Heidenreichstein

Erstellt am 07. April 2017, 04:21

von Markus Lohninger

Motorfun B30: 16 Jobs sind gerettet. Sanierungsplan für jungen Betrieb an Stadteinfahrt von Heidenreichstein akzeptiert. Tauber: „Haben uns klare Ziele gesetzt.“

Aufatmen bei Motorfun-B30-Geschäftsführer Martin Tauber.  |  F. Dangl

„Wieder 16 Arbeitsplätze gerettet“, atmet Leopold Kaufmann von der Steuer- und Unternehmensberatungs-Kanzlei WWV auf: Der Sanierungsplan für die im Jänner mit 1,32 Millionen Euro Schulden bei 85 Gläubigern in die Insolvenz geschlitterte Motorfun B30 GmbH in Heidenreichstein wurde angenommen – alle Jobs und alle drei Unternehmensbereiche mit Café/Bar/Lounge, Quad-Handel und Kfz-Werkstätte bleiben bestehen.

Zustimmung zum Plan kam von hundert Prozent der Gläubiger, also auch von der NÖ Gebietskrankenkasse. „Das ist nicht alltäglich“, sagt Kaufmann: „Es zeigt die Qualität, die an den Tag gelegt wurde.“ Der Sanierungsplan wurde einige Wochen früher als erwartet – sogar noch am Termin der Tagsatzung am Landesgericht Krems – bestätigt, zumal die erste der drei Rückzahlungsquoten inklusive Kosten zu dem Zeitpunkt schon am Konto verfügbar war.

"Wir haben uns klare Ziele gesetzt"

Erleichtert ist Motorfun-B30-Geschäftsführer Martin Tauber: „Hätten wir damals den Steuerberater nicht gewechselt, dann hätte ich keine Zukunft für unser Unternehmen mehr gesehen. Wir haben uns klare Ziele gesetzt und alles dafür getan, um diese auch zu erreichen.“

Konkret sollen einige Geschäftsbereiche durch Umstrukturierungen optimiert werden. Dabei geht es laut Tauber unter anderem um die Frage, wie die Werkstätte besser ausgelastet werden könne. Im Gastronomie-Bereich hat sich ohnehin seit Jänner allerhand getan – mit regelmäßigen Veranstaltungen oder den erfolgreich eingeführten Sonntags-Brunches. „Die Mitarbeiter binden sich gut ein, zum Beispiel in die derzeitige Verbesserung der Speisekarte“, sagt Martin Tauber. In der Küche werden, wie der Chef betont, ausschließlich Zutaten aus der Region verarbeitet.