Erstellt am 24. März 2016, 06:54

von Franz Dangl

Trauer um Maria „Manja“ Zimmel. Beliebte Lehrerin und Buchautorin verstarb im 92. Lebensjahr. Begräbnis am 23. März.

Maria »Manja« Zimmel  |  NOEN, privat

Sie gehörte zu den bekanntesten Persönlichkeiten Heidenreichsteins, übermittelte sie doch vielen Jugendlichen unauslöschliche Werte und großes Wissen für ihre berufliche Weiterbildung. Am 18. März verstarb die beliebte Pädagogin und Schulrätin Maria Zimmel im 92. Lebensjahr.

Geboren im Jahr 1924 in Abbrand (Rottenschachen im heutigen Tschechien) besuchte sie dort die Volksschule und danach das Gymnasium in Tebo, in der „Oberschule für Jungen“ in Gmünd maturierte sie schließlich. Mit einem Abiturientenlehrgang in Wien errang sie die Lehrbefähigung und ging dann nach Kattowitz (Polen), um dort zu unterrichten.

Neue Existenz nach Flucht

Nach Kriegsende wurde die Familie von Partisanen vertrieben. Es gelang die Flucht nach Österreich, wo sie gemeinsam mit ihrem Gatten Franz eine neue Existenz gründete. Zuerst war sie Lohnverrechnerin der Firmen Gierlichs und Schneider, ehe sie wieder ins Lehrfach wechselte und in Waldenstein, Amaliendorf, Aalfang, Nagelberg und Haugschlag unterrichtete. 1950 wurde sie endgültig in Heidenreichstein sesshaft, wo sie bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 1981 den Hauptschülern Englisch, Turnen und Mathematik näher brachte.

Viele Menschen aus diesen Generationen denken noch heute an die beliebte „Manja“ gerne und daran, als sie noch via Motorroller zu allen Jahreszeiten die diversen Schulen, wo sie gerade tätig war, erreichte.

Aber auch im Ruhestand war Zimmel noch sehr aktiv, organisierte Sprachkurse (vor allem nach der Grenzöffnung), bereiste alle Kontinente und schuf mit dem Buch „Vom Leben an der Grenze“ ein wertvolles Stück Zeitgeschichte. Das Begräbnis beginnt am 23. März um 14 Uhr mit einer Messe in der Stadtpfarrkirche Heidenreichstein.