Erstellt am 11. Dezember 2015, 05:08

von Jutta Hahslinger

Hitler-Hassposting endete vor Gericht. 23-Jährige wurde wegen Verhetzung zu bedingter Freiheitsstrafe von drei Monaten verurteilt.

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"Ich habe keinerlei Kontakte zur rechten Szene. Ich habe aus Wut unüberlegt gehandelt und es tut mir sehr leid“, beteuert eine 23-jährige Oberösterreicherin vor Gericht.

Aus Ärger über ähnliche Vorfälle mit syrischen Asylwerbern in ihrer Umgebung habe sie auf einen Bericht auf der Facebook-Seite der FPÖ Heidenreichstein, wonach unzufriedene Asylwerber nur Forderungen stellen würden, reagiert und gepostet: „Auch wenn ich blockiert werde, Adolf Hitler wir brauchen dich dringend“ und die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung mit „Ihr seids ja alle geisteskrank, vergast gehört ihr alle miteinander …Dreckspack“ kommentiert.

„Ihnen ist schon klar, dass Sie gegen eine konkrete Personengruppe gehetzt und die Menschen als minderwertig und wertlos dargestellt haben, Ihnen mit Missachtung begegnen“, hakt Richterin Monika Fasching-Lattus nach.

Flüchtlinge sollen Pony geschlagen haben

„An so was habe ich überhaupt nicht gedacht. Ich weiß, das war ein großer Fehler und ich kann es mir heute gar nicht mehr erklären. Ich denke doch so gar nicht. Ich war damals so wütend, weil Flüchtlinge ein Pony in meiner Heimat geschlagen haben. Die Flüchtlinge, die ich in Wels gesehen habe, sind eh sehr arm“, beteuert die gelernte Tierpflegerin.

Die bislang unbescholtene Oberösterreicherin kommt mit einem blauen Auge davon: Sie fasste drei Monate auf Bewährung aus.