Erstellt am 22. Mai 2016, 18:39

von Markus Lohninger

Hofer: Top-Werte in „ÖVP-Hochburgen“. Mit 58 Prozent klarer Hofer-Triumph bei der Stichwahl um das Bundespräsidenten-Amt im Bezirk Gmünd vor Auszählung der Wahlkarten am Montag: Mehrheiten in allen 21 Gemeinden!

Norbert Hofer  |  NOEN, HERBERT NEUBAUER (APA)
Ginge es nach den traditionellen „ÖVP-Hochburgen“ aus dem Bezirk Gmünd, dann würde die Auszählung der Wahlkarten am Montag nur noch statistischen Wert besitzen: Sie tendierten mit wenigen Ausnahmen (Bad Großpertholz/54,6 Prozent, Hoheneich/50,3, Harbach/54,8, Weitra/54,9) ganz klar für den FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer.

In Reingers sprengte Hofer sogar die 70-Prozent-Hürde, Spitzenwerte erreichte er auch in Eggern (65,6), Eisgarn (60,8), Großdietmanns (62,1), Großschönau (63,2), Haugschlag (67,7), Kirchberg (65,0), Litschau (62), St. Martin (66,6), Unserfrau-Altweitra (61,9) und Waldenstein (64,4).
 
Alexander Van der Bellen erreichte in keiner der 21 Gemeinden im Bezirk die Mehrheit – wenngleich die Wahlkarten-Auszählung, die den Abstand von Hofer zu Van der Bellen im April noch um stattliche 1,8 Prozent verringerte, erst am Montag vonstatten geht. Denkbar knapp war das Rennen an den Urnen nur in den Gemeinden Hirschbach und Hoheneich, wo Hofer mit 3 bzw. 4 Stimmen Vorsprung die Nummer eins war.

Gmünder Altstadt wählte Van der Bellen, die Neustadt Hofer

Auch in der Bezirkshauptstadt Gmünd hatte Hofer mit 51,4 Prozent der gültigen Stimmen relativ knapp die Nase vorne, wobei er diesen Umstand den Wählern in der Neustadt verdankt – in der Altstadt hatte Van der Bellen mit 53,1 Prozent klar die Nase vorne.

In keiner der SP-dominierten Gemeinden erreichte Hofer mehr als 60 Prozent (Amaliendorf-Aalfang/58,9, Brand-Nagelberg/57,6, Heidenreichstein/58,2, Schrems/55,2).

„Ungültig“ war nur für wenige Wähler eine Option

Mit 65,8 Prozent war die Wahlbeteiligung in den Wahllokalen trotz des frühsommerlichen Wetters annähernd am Niveau des ersten Wahlganges (68,8). Und: Nur 1.200 von 20.500 Wählern wählten im Bezirk Gmünd vor Auszählung der Wahlkarten ungültig – lediglich 300 mehr als am 24. April.
 
Die Wahlkarten werden am Montag ausgezählt, beim ersten Urnengang kamen auf diese Weise noch mehr als 2.700 Stimmen zum Gesamtergebnis des Bezirkes