Erstellt am 16. Dezember 2015, 05:03

von Thomas Weikertschläger

Zeichen stehen auf Neubau. Viele Argumente für den Neubau: Bürgermeister Schützenhofer geht einen weiteren Schritt weg von der einst favorisierten Kindergarten-Sanierung.

GVV-Präsident Alfred Riedl (links) und ÖVP-Bezirksgeschäftsführer Klaus Rosenmayer (rechts) gratulierten Bürgermeister Karl Schützenhofer (2.) und Gemeinderat Wolfgang Weixelbraun (3. von links) zum erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zum Kommunalmanager.  |  NOEN, ÖVP NÖ

Mit Bürgermeister Karl Schützenhofer und Gemeinderat Wolfgang Weixelbraun (beide ÖVP) haben zwei Kirchberger ihre Ausbildung zu Kommunalmanagern erfolgreich abgeschlossen. Dabei galt es eine Projektarbeit zu verfassen, die Schützenhofer dem Thema „Kindergarten – Sanierung oder Neubau?“ gewidmet hat – einem Thema, das in Kirchberg derzeit große Aktualität hat. Das Fazit seiner Arbeit: „Aus meiner Sicht spricht alles klar für einen Neubau.“ Damit scheint die Kehrtwende in der ÖVP, die unter Schützenhofers Vorgängern für eine Sanierung des Altgebäudes war, endgültig vollzogen zu sein. Schon kurz nach seinem Amtsantritt nach der Gemeinderatswahl im Jänner hatte er angekündigt, das ursprünglich für 2015 angesetzte Projekt überdenken und sich für eine „sinnvolle Lösung“ stark machen zu wollen.

Im Rahmen der Recherchen für die Arbeit habe er viele Hintergrundinfos und Kostenvoranschläge eingeholt, die diesen Schluss bestätigen. Zwar komme ein Neubau um rund 200.000 Euro teurer als eine Sanierung des bestehenden Gebäudes, die ließen sich aber durch einen möglichen Verkauf des alten Kindergartengebäudes zumindest teilweise kompensieren.

„Fleckerlteppich“ aus Zu- und Umbauten vermeiden

Schützenhofer: „Wir müssen ja alle Anforderungen, die an einen modernen Kindergarten gerichtet sind, erfüllen. Die Sanierung des alten Hauses würde aber in einigen Fällen nur eine Kompromisslösung bieten.“ So wäre ein architektonischer „Fleckerlteppich“ aus Zu- und Umbauten erforderlich, etwa bei der Errichtung eines Mitarbeiter-Aufenthaltsraumes. Zudem müsste die Sanierung unter Zeitdruck ablaufen („da hätten wir nur von Mitte Juli bis Ende August Zeit“), während ein Neubau, der zwei Kindergartengruppen und eine Gruppe für Tagesbetreuung umfassen soll, bis 2019 Zeit hätte.

Geplant ist bereits auch der Ankauf eines Grundstücks im Ortszentrum. „Die Nähe der Volksschule und des Arzthauses wäre ein weiterer Pluspunkt für den Neubau“, so der Ortschef.

Eine endgültige Entscheidung zu dieser Frage erwartet Schützenhofer bis Februar 2016, bis dahin will er die Kooperation mit allen politischen Gruppierungen der Gemeinde suchen.