Erstellt am 19. Juli 2017, 02:42

von Markus Lohninger

Umleitungs-Sommer: „Natürlich nervt das“ . Im sechsten Sommer in Folge ist Kirchberg der Startpunkt für großräumige Umfahrungen am Weg nach Zwettl. 2018 folgt noch eine Etappe.

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Jährlich grüßt in Kirchberg die Baustelle. In der 1.300-Seelen-Gemeinde, die als Schnittpunkt des Straßenverkehrs aus Gmünd und Schrems in Richtung Zwettl und St. Pölten von massivem Durchzugs-Verkehr geprägt ist, verging seit dem Jahr 2012 kein Sommer mehr ohne großräumige Umleitungen der L68 durch mehrere Katastralgemeinden.

Derzeit und bis Ende August müssen Pendler Limbach großräumig über Großglobnitz und die B36 umfahren, wobei es retour aus Zwettl für Lkw über Ottenschlag, Süßenbach und Hollenstein geht und Pkw-Fahrer in Süßenbach via Limbach wieder auf die L68 gelangen. Erschwerend kommt heuer hinzu, dass von Schrems kommend die Alternativ-Route über die B2 via Vitis entfällt, weil wie berichtet auch hier (Bereich Kurzschwarza/ Großruprechts) Totalsperre mit Engstellen und Umleitungen über Eulenbach bzw. Hirschbach und Pürbach herrscht.

„Natürlich nervt das, wir haben keine rechte Freude damit“, sagt Kirchbergs Bürgermeister Karl Schützenhofer (ÖVP) zur NÖN. Er weiß, wovon er spricht, ist als Süßenbacher selbst direkt vom allsommerlich erhöhten Verkehrs-Aufkommen betroffen.

Vor allem geht das Prozedere nach dem schrittweisen Verbreitern der Landesstraße L68 zwischen Kirchberg und Limbach und der aufgestückelten Erneuerung der Ortsdurchfahrt von Limbach sogar noch in eine siebente Runde – Schützenhofer: „2018 wird die Erneuerung der Fahrbahndecke im Bereich zwischen Limbach und Bösenneunzen noch einmal vier Wochen Sperre erfordern. Diese Maßnahmen waren alle nötig und teils auch unsere Anliegen. Ganz verstehe aber auch ich diese Stückelung über die Jahre nicht.“

Einwohner: Akzeptanz, aber auch Beschwerden

Grundsätzlich betont er die gute Zusammenarbeit mit der Straßenbauabteilung des Landes, die einen Großteil der durch den Schwerverkehr in den Ortschaften angerichteten Schäden an Nebenanlagen ersetze und der Gemeinde in vielen Belangen sehr entgegenkomme.

Und, so Schützenhofer: „Die vergangenen Sommer zeigen immerhin den Menschen in unseren Ortschaften, wie verkehrsbelastet Limbach das ganze Jahr über ist.“ Klagen über die regelmäßige Beeinträchtigung halten sich seiner Aussage nach aus der Ortsbevölkerung in Grenzen, nachdem diese in den vergangenen Jahren über die Pläne aufgeklärt wurde. Beschwerden kommen demnach eher von „Wochenend-Kirchbergern“.

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