Schrems

Erstellt am 30. Juni 2016, 05:20

von Thomas Weikertschläger

Polizei- trifft Berufsschule: Treffen „auf Augenhöhe“. Polizeischüler und Berufsschüler lernten einander kennen, um Vorurteile gegen Berufsgruppen abzubauen.

Ehrengäste, Polizei- und Berufsschüler stellten sich gemeinsam mit Direktorin Gertrude Marek (9. von rechts) nach dem schulübergreifenden Unterrichtsprojekt „Polizeischüler treffen Berufsschüler“ zum Gruppenfoto. Foto: Thomas Weikertschläger  |  NOEN

Das Schaffen von gegenseitigem Verständnis und das Abbauen von Vorurteilen gegenüber einzelnen Berufsgruppen war das Ziel eines bemerkenswerten Workshops, der in der Landesberufsschule Schrems am 23. Juni über die Bühne ging. Dabei waren 70 Schüler aus der Sicherheitsakademie Ybbs zu Gast in Schrems.

Sie machten damit nicht nur die LBS Schrems zur sichersten Schule Österreichs, wie Direktorin Gertrude Marek launig anmerkte, sondern tauschten sich mit den Berufsschülern der Lehrberufe Bankkaufmann, Orthopädieschuhmacher und Textilchemie über Ausbildungsinhalte, aber auch Beweggründe für die jeweilige Berufswahl aus.

Initiiert wurde dieses „Treffen auf Augenhöhe“ von Landesschulinspektor Rudolf Toth, der selbst aus einer Polizistenfamilie stammt. Einerseits sollte den Berufsschülern gezeigt werden, dass sie nach einer Lehrabschlussprüfung auch den Weg in die Polizeischule einschlagen können, andererseits sollte das Klischee vom „depperten Kiwara, der einem Geld abnimmt“ widerlegt werden. Für die Polizeischüler andererseits ergab sich die Gelegenheit, in eine für sie bis dato unbekannte Welt einzutauchen.

"In jeder Berufsgruppe sind ,Menschen‘ am Werk"

Dass das Projekt seinen Zweck erfüllte, zeigte sich bei der Präsentation der Ergebnisse, die von Berufsschulinspektor Bruno Bohuslav in Interviewform mit den Teilnehmern durchgeführt wurde. Dabei zeigten sich die Polizeischüler von den Fähigkeiten der Berufsschüler positiv überrascht, aber auch zwischenmenschlich kamen sich die Vertreter der Berufsgruppen näher. „Es geht darum, zu erkennen, dass in jeder Berufsgruppe ,Menschen‘ am Werk sind. Das kann mit so einem Workshop bestens erreicht werden“, streute Franz Einzinger, Sektionschef im Innenministerium, dem Projekt Rosen.

Direktorin Gertrude Marek strich in ihren Dankesworten die Zusammenarbeit mit den Berufsschulen Geras und St. Pölten hervor. Außerdem betonte sie die Wichtigkeit von qualifizierter Ausbildung in allen Berufssparten für die Gesellschaft.