Erstellt am 01. Juni 2016, 05:55

von Markus Lohninger

Aichelberg: Ganz oder gar nicht. Markus Lohninger zum Positiven, das überm drohenden Ende der Skilifte steht.

Die Winter werden schneetechnisch immer weniger, zugleich hat sich in kurzer Zeit das Freizeit- und Urlaubsverhalten völlig geändert: Der Meerurlaub im Sommer und die Skiwoche im Winter sind keine Norm mehr. Geurlaubt wird öfter und kürzer und gerne auch nur für wenige Tage zum Abschalten „am Land“, wo Natur noch Natur ist.

Der Erfolg des Sole-Felsen-Bades stützt sich wesentlich darauf. Auch der Erfolg eines Karlstifter Freizeitparks mit Ski- und Langlauf, Kletterpark, Sommerrodelbahn und Herberge in einmaliger Landschaft wäre – zumal weit und breit konkurrenzlos – absehbar und könnte genauso wie das Bad zum Impuls für die gesamte Region werden.

Daran ist aber nicht zu denken, solange es sich schon am Vertrag für Teile der Lifttrasse spießt. Und bei warmen Wintern nur das Ende alter Schlepplifte in Zeiten von High-Tech-Anlagen hinauszuzögern, das ist – wie auch Betreiber Landl erkannt hat – nicht zukunftsfit. Der bürokratische Druck, die Frage nach der Zukunft rasch beantworten zu müssen, kommt daher zur rechten Zeit: Er zwingt dazu, entweder das Kunststück zu vollbringen und alle Beteiligten für den gemeinsamen Ausbau zu gewinnen – oder die Sache ein für alle Mal bleiben zu lassen.