Erstellt am 15. September 2015, 09:36

von Maximilian Köpf

Auf dem Platz Farbe bekennen. Maximilian Köpf über das Vertrauen des SC Amaliendorf in David Langer.

Beim SC Amaliendorf brennt der Hut. Nach fünf Runden steht der Verein noch immer ohne Sieg da. Spielertrainer David Langer sitzt aber fest im Sattel – und das nach einer Saison, die zum Vergessen war, und nach diesem bescheidenen Saisonstart. Gmünd oder Schrems haben in vergleichbaren Situationen nicht so lange zugeschaut.

Überraschend kommt die Entscheidung des SCA dennoch nicht. Langer hat sich im Verein ein tolles Standing erarbeitet, brachte innovative Trainingsmethoden (Yoga!), hilft im Nachwuchs mit, wohnt mittlerweile großteils in der 1100-Seelen-Gemeinde. Und kicken kann der 39-Jährige auch immer noch. Sportsmann, der er ist, hat er angeboten, eine Reihe zurückzutreten. Eine Trennung vom Coach Langer würde über kurz oder lang auch die Trennung vom Spieler Langer bedeuten. Dass sich das Alphatier in der Mannschaft, die er jahrelang geleitet hat, unterordnen kann, ist kaum vorstellbar. Das weiß offenbar auch der SCA. Dass der Vorstand die Mannschaft in die Entscheidungsfindung miteinbezogen hat, ist dem Verein hoch anzurechnen. Die Spieler müssen aber jetzt auch auf dem Platz Farbe bekennen und ihrem Trainer mit Taten den Rücken stärken. Eine gute Leistung bei einer 2:5-Niederlage ist ein positives Zeichen, mehr aber auch nicht.