Erstellt am 20. April 2017, 03:06

von Thomas Weikertschläger

„Aufstehen“ als gutes Zeichen. Thomas Weikertschläger über den Unmut der Breitenseer

Die Dorfbewohner in Breitensee klagen über schlecht funktionierende Mobilfunknetze und langsame Internetverbindungen. Der Unmut, den Karl Ferus nun in einer Unterschriften-Aktion kanalisiert, ist nicht nur groß, er ist auch verständlich.

Funktionierende Telekommunikationsangebote sind aus unserer modernen Gesellschaft – und auch wenn viele Wiener oder andere Städter das noch immer anders sehen, auch kleine Dörfer im tiefsten Waldviertel sind im 21. Jahrhundert angekommen – nicht mehr weg zu denken. Fernsehen, Chatten oder Telefonieren über das Internet gehören ebenso zum Alltag wie das Erledigen von Hausaufgaben über das Internet. Ganz zu schweigen von Betrieben, die auf diese Form der Infrastruktur nicht verzichten können.

Der Unmut, den die Breitenseer äußern, zeigt auch zwei weitere Aspekte. Zum einen ist der derzeit forcierte Breitband-Ausbau für die Region so wichtig wie ein Bissen Brot. Andererseits ist es schön zu sehen, dass sich Waldviertler empfundene Benachteiligung gegenüber anderen Regionen nicht mehr gefallen lassen. Wenn wir in unserer Region etwas bewirken wollen, dann ist nichts so hilfreich wie ein gemeinsames „Auf die Beine stellen“.