Erstellt am 20. Januar 2016, 05:33

von Maximilian Köpf

Besser nichts überstürzen. Maximilian Köpf über die Wende im Titelkampf der 2. Landesliga West.

Bisher war vielen trotz des zweiten Platzes im Herbst klar, dass der Meistertitel der 2. Landesliga West nur über den SC Melk laufen werde. Deshalb streckten auch Gmünd und Schrems nach dem Derby ihre Waffen, obwohl ihnen nur sechs und sieben Punkte fehlen.

Mit dem Melker Sparprogramm ist die Tabellenspitze jetzt aber auch für Gmünd und Schrems wieder näher gerückt. Denn damit hat sich der einzige Kandidat, der wirklich aufsteigen wollte (und immer noch will), die Flügel gehörig gestutzt. Drei Schlüsselspieler und der Sportliche Leiter sind weg, ein vierter Spieler überlegt. So wird‘s schwer, den Titel zu schaffen, aber noch schwerer, in der 1. NÖN Landesliga zu bestehen (siehe Haitzendorf).

Freilich ist das jetzt nicht mehr als Kaffeesud-Leserei. Faktum ist aber, dass die Frühjahrsmeisterschaft durch den Melker Aderlass ein gutes Stück spannender werden wird. Und Faktum ist auch, dass Gmünd und Schrems gut daran tun, sich mit dem etwaigen Aufstieg noch Zeit zu lassen, bis die sportlichen UND die wirtschaftlichen Voraussetzungen stimmen. Eine miese Saison in der 1. Landesliga kann mehr zerstören, als etliche starke Saisonen in der 2. Landesliga gut machen können.