Erstellt am 14. Oktober 2015, 06:07

von Markus Lohninger

Dagegen zu sein ist zu wenig. Markus Lohninger zur Frage, wofür wir in der Energie- Gewinnung eigentlich sind.

Zuerst war offen diskutiert, teils euphorisch zugestimmt worden, im Vorfeld der Gemeinderatswahl bekamen Lokalpolitiker aber zunehmend kalte Füße und schoben das Thema Windkraft im Norden und Süden des Bezirkes auf die lange Bank. Doch irgendwann muss das heiße Eisen angefasst werden – und plötzlich spitzt sich nun in Amaliendorf die Diskussion auf eine Volksbefragung zu.

Deren Ausgang wäre ungewiss: Jede Form der Energiegewinnung zwischen Öl, Gas, Biomasse, Atom-, Sonnen-, Wind- und Wasserenergie hat negative Begleitumstände, den Nutzen daraus haben auf den ersten Blick immer „nur“ Unternehmen. Gegner jeder Energieart haben daher starke Motive für den Urnengang, zumal sich um unsere eigene Energieversorgung noch immer irgendjemand kümmerte.

Doch genau darüber ließe sich seit Jahren diskutieren. Zunächst ginge es um die Frage des ressourcenschonendsten Umgangs mit der Natur. Dann ginge es darum, wie wir am ehesten jene Energie gewinnen wollen, die wir eben brauchen. Und dann stünden wir nicht vor der Frage, wogegen wir sind, sondern welches der möglichen Übel der Energiegewinnung wir noch am ehesten akzeptieren könnten.