Erstellt am 05. April 2017, 04:19

von Maximilian Köpf

Der Unterbau stimmt schon. Maximilian Köpf über Dietmanns als positives Beispiel für Neu-Einsteiger im heimischen Fußball.

Was ist der Sinn einer Reserve-Mannschaft? Eine Frage, der immer mehr Bedeutung zukommt. Eine Frage, die Vereine, die eine Reserve stellen können, anders beantworten als solche, die das nicht mehr schaffen. Und ein Problem, das nicht nur vom Engagement der Funktionäre abhängig ist, sondern auch von der Strahlkraft der Vereine.

Klar ist, dass ein Fußballverein nur sinnvoll funktionieren kann, wenn der Unterbau passt, der Spielbetrieb nicht von einigen Wenigen abhängt. Ein Teil dieser Basis ist der Nachwuchs, der andere die Reserve.

Das Projekt „Rückkehr in die 2. Klasse W4 Thayatal“ des SV Göpfritz ist wohl im Sommer nach einer Saison wieder vorbei, weil es besagten Unterbau nicht gibt (weder Nachwuchs noch Reserve), es offenbar auch keine Bemühungen gibt, den mühsamen Kampf anzunehmen.

Wie es anders gehen kann, zeigt die SVU Großdietmanns in der 2. Klasse W4 Süd. Als einstiger Nachwuchsklub gibt’s natürlich genug Youngster. Dietmanns bestreitet aber schon in der zweiten Saison (ein Jahr früher als nötig) auch die Reserve-Partien als Freundschaftsspiele. Die Voraussetzungen für eine fruchtbare Zukunft sind da.

Bleibt zu hoffen, dass die SVU das rettende Ufer des sportlichen Erfolgs erreicht, ehe die ständigen Niederlagen, das Immer-Letzter-Sein Spieler und Funktionäre zermürbt und das Schiff in Seenot gerät.