Erstellt am 02. Dezember 2015, 05:03

von Markus Lohninger

Dialog muss verstärkt werden. Markus Lohninger über das Asylthema, Debatten und das Gebot der Annäherung.

Die Themen Flucht und Asyl bewegen. Daran haben Monate der Dauerbeschallung aus allen Medienkanälen nichts geändert. Der Gmünder NÖN-Bericht über den von FPÖ-Seite verbreiteten und selbst da nicht bestätigten Gratishandy-Schmäh für Asylwerber war zuletzt eine der landesweit meistgelesenen Beiträge auf NÖN.at.

Der Helferkreis wächst, Netzwerke entwickeln im Schatten planloser Politiker Problemlösungs-Kompetenzen, von denen eines Tages die ganze Gesellschaft profitieren wird. Veranstaltungen zum Thema erleben quer durch den Bezirk Zuspruch, in Heidenreichstein war er größer als die Raumkapazität.

Nur Kritiker, Zweifler, Verbreiter von Vorurteilen fehlten – wie so oft bei solchen Ereignissen, wo „Fremde“ aus dem eigenen Ort hautnah zu erleben sind. Sie vermeiden den Kontakt, sind in offenen Diskussionen nicht erreichbar. Ihre Sorgen beziehen, verarbeiten und verbreiten sie scheinbar unter Gleichgesinnten am Stammtisch oder im Internet. Parallelwelten entstehen.

Die Antwort kann nur sein, das Bemühen um den Dialog zu verstärken und Angstmachern mutig mit Fakten entgegenzutreten.