Erstellt am 10. Februar 2016, 05:03

von Maximilian Köpf

Die erste Chance genutzt. Maximilian Köpf über das Nationalteam als ideale Bühne für Dennis Schmutz.

Es ist schon etwas Besonderes, wenn man sein Land in seiner Sportart vertreten darf. Neben Stefan Fegerl, der das im Tischtennis regelmäßig macht, sind die Nationalteam-Auftritte bei Fußballern eher spärlich gesät. Aus dem Waldviertel konnten sich dort bei den Burschen in den vergangenen Jahren nur der Waidhofner Daniel Sikorski (heute SV Ried) und der Nondorfer Daniel Meier (SKN St. Pölten Juniors) beweisen.

Und jetzt Dennis Schmutz. Eine große Chance für ihn, die er fürs Erste genutzt hat. Dass er nach zwei Halbzeit-Einsätzen beim Vier-Nationen-Turnier über die volle Distanz ran durfte, ist sicher nicht allein auf die Genesung seiner Verletzung zurückzuführen. Er hat Teamchef Rupert Marko wohl auch mit seiner Leistung überzeugt. Und das auf einer Ebene, wo auch internationale Scouts interessiert ihre Hälse recken, wenn ein 14-jähriger Mittelfeldspieler, der beim SC St. Martin das Kicken gelernt hat, ihnen Anlass dazu gibt.

Mit Fleiß, Ehrgeiz, etwas Glück, von Verletzungen verschont zu bleiben, und ohne die tunlichst zu vermeidende Überheblichkeit, kann sich Dennis auf dieser Bühne etablieren. Und wir sehen vielleicht eines Tages nach Daniel Sikorski das nächste Waldviertler Fußballtalent über unsere Fernsehbildschirme huschen.