Erstellt am 03. Februar 2016, 05:38

von Maximilian Köpf

Draufgabe, nicht Voraussetzung. Maximilian Köpf über die Wichtigkeit von Nachhaltigkeit im Fußball.

Sollte noch irgendjemand Horn als Waldviertler Tor zur Bundesliga gesehen haben, ist dies nach dem Transfersturm der Teil-Eigentümer um Keisuke Honda wohl endgültig vorbei. Horn hat für den Bezirk Gmünd nie eine große Rolle gespielt. Deren Talente gingen woanders hin, deren Talentescouts hielten woanders Ausschau.

Daran wird sich jetzt nicht viel ändern. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Gmünder bei jungen Hornern eine Abfuhr einholen, wird aber sinken. Nur die kühnsten Optimisten werden mit Einsätzen beim SV rechnen.

Das spielt den Bezirksklubs in die Karten. Während Horn seit Jahren im Trott vermeintlich aufstrebender Vereine marschiert, die sich den Erfolg zusammenkaufen wollen, haben viele Klubs im Bezirk nach der Dezimierung (fast Eliminierung) der Spieler aus den Ballungsräumen, Wien oder St. Pölten, den nächsten Schritt in Richtung gesunder Verein gesetzt.

Legionäre, die Ballungsraum-Kicker ersetzten, weil Tschechen aus dem Grenzraum hier heimischer sind als Wiener oder St. Pöltner, werden weniger. Zwar nicht bei allen Vereinen – aber wo Spieler eingespart werden, muss meist ein „Fremder“ gehen. Der gesündeste Verein ist der, der auf eigene Ressourcen setzt. Nachhaltigkeit ist auch im Fußball wichtig. Der Erfolg soll die Draufgabe sein, nicht die Voraussetzung.