Erstellt am 22. September 2015, 09:14

von Thomas Weikertschläger

Ein Appell an die Lokalpolitik. Thomas Weikertschläger über einen diskussionswürdigen Vorschlag.

Kein Thema bewegt derzeit die Menschen – auch jene im Bezirk Gmünd – mehr als die Flüchtlingskrise. Immer augenscheinlicher wird auch die Unfähigkeit oder der Unwillen der Politik auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene, eine Lösung des Problems zu finden. Umso erfreulicher, dass es auch in den Gemeinden des Bezirks immer mehr Initiativen von unten gibt. Das rege Interesse am Informationsabend von Diakonie und Caritas in Gmünd zeigte, dass immer mehr Privatpersonen nicht mehr tatenlos zusehen wollen. Sie wollen das Problem aktiv angehen. Einen interessanten Vorschlag brachte Peter Herzog, Sozialarbeiter bei „sozial aktiv“, der selbst in Großschönau zwei Flüchtlinge aufgenommen hat. Er appellierte an die Lokalpolitik, „Integrationsbeauftragte“ auf Honorarbasis in den Gemeinden zu installieren.

Eine Idee, die es wert ist, aufgegriffen zu werden. Personen wie Altpolitiker oder erfolgreiche Unternehmer, die über Durchsetzungsvermögen, Lösungskompetenz und Ansehen verfügen, könnten als Anlaufstelle für hilfsbereite Bürger Initiativen koordinieren. Eine Vernetzung der Beauftragten untereinander könnte auch die Organisation von Deutschkursen oder zu absolvierende Behördenwegen erleichtern.