Erstellt am 04. Mai 2016, 05:54

von Markus Lohninger

Ein bissl lästig sein muss sein. Markus Lohninger zur Vorreiter-Rolle Silke Kropaceks in Sachen Barrierefreiheit

Silke Kropacek, seit einem Verkehrsunfall auf den Rollstuhl angewiesen, hat alle Gemeindeämter im Bezirk Gmünd auf ihre Barrierefreiheit hin inspiziert. Die NÖN nahm sich die im Vergleich lockere Übung vor, nachzufragen, welche Anregungen seither umgesetzt wurden: In der Redaktion rauchten wegen der Fülle die Köpfe, die nächsten drei Seiten dokumentieren das.

Kropacek hat sich auf ihrer Tour in alle Ecken des Bezirks sicherlich als nette, aber teils kleinliche Zeitgenossin bekannt gemacht. Der Tenor in manchen Gemeindestuben: Natürlich unterstütze man ihre Anliegen, jedoch würden die Kosten oft den Nutzen und die Zahl jener, die diesen Nutzen hätten, übersteigen. Allerdings wäre vieles, wie Kropacek betont, schon mit wenigen Handgriffen erledigt.

Fehlende Hinweise auf den barrierefreien Seiteneingang oder schlecht platzierte Glocken sind für jemanden im Rollstuhl dasselbe wie eine Türklinke in 2,50 Metern Höhe für gehende Gäste. Gut, dass es jemanden gibt, der sich für das Recht jener einsetzt, die deswegen ihre Stimme nicht erheben möchten – oder es gar nicht können.