Erstellt am 29. Oktober 2015, 04:42

von Markus Lohninger

Eine traurige One-Man-Show. Markus Lohninger zu der von ÖVP und SPÖ hingenommenen Gyn-Schließung.

Lange war der Wirbel um eine gemeinsame Landtags-Entscheidung von ÖVP und SPÖ in den eigenen Reihen nicht mehr so groß wie nach dem 22. Oktober. Da hatten fast alle Waldviertler Abgeordneten der Geburtenstation und Gyn in Waidhofen zugestimmt.

Einzig Gottfried Waldhäusl (FPÖ) begehrte mit einer One-Man-Show gegen die vor allem für den Norden des Bezirkes Gmünd fatale Schließung auf. Unsere anderen Abgeordneten schlossen sich wortlos ihren Parteien für das Gyn-Ende an, obwohl ihre Stimmen für die sowieso haushohe Mehrheit gar nicht nötig waren.

Was da fixiert wurde, das ist allen Untergangs-Szenarien zum Trotz keine grundlegende Attacke auf die Region: Die Strategie, mit gezielten Schwerpunkt-Setzungen regionale Spitäler abzusichern, ist wohl alternativlos. Nur drängt nun der Waidhofner Psychiatrie-Fokus durch das dafür in Kauf genommene Gyn-Ende tausende Menschen auf zentraler anderer Ebene total an den Rand.

Andere Lösungen wurden öffentlich nicht einmal diskutiert. Klar aber, dass die Parteibasis rumort– sie wird der Bevölkerung das Spitals-Schach spätestens vor der nächsten Wahl irgendwie erklären müssen.