Erstellt am 10. Dezember 2015, 05:33

von Maximilian Köpf

Gemeinsam ist besser als einsam. Maximilian Köpf meint, dass Spielgemeinschaften für viele Klubs Lebensversicherungen sind.

Nächster Winter, nächster Verein weg. Im Vorjahr stellte Harbach in kluger Voraussicht, aber zum ungünstigsten Zeitpunkt, den Spielbetrieb ein. Diesmal wird nichts eingestellt, aber zusammengelegt. Beide Vereine bleiben erhalten, die Konsequenz für die anderen Klubs ist aber die gleiche.

Auch im Bezirk wird es noch einige Vereine erwischen – so realistisch muss man sein. Die Mär von der negativen Bevölkerungsentwicklung stimmt für den Bezirk Gmünd zwar nur bedingt (2014 verlor er dank des Zuzugs nur 68 Einwohner – 0,18 Prozent), allerdings starben fast doppelt so viele Menschen (538), als Kinder zur Welt kamen (278). Junge Menschen werden weniger – Gift für jeden Sportverein. Zudem setzen gesellschaftliche Entwicklungen, wie geänderte Freizeitgestaltung oder breiteres Angebot an Sportarten dem Fußball zu.
Spielgemeinschaften werden in Zukunft für viele Fußballvereine im Waldviertel die einzige Möglichkeit sein, am Leben zu bleiben. Seit Jahren geht im Nachwuchsbereich nichts mehr ohne Spielgemeinschaften. Dass davon über kurz oder lang auch die Kampfmannschaften betroffen sind, ist nur logisch.

Ob es jemandem gefällt oder nicht: Er wird sich damit anfreunden müssen. Oder er kann seinem Verein beim Sterben zusehen.