Erstellt am 25. November 2015, 04:28

von Markus Lohninger

Göll: Vorzeichen stehen gut. Markus Lohninger über eine neue Abgeordnete, die hoffentlich ihre Kanten behält

Also doch: Die zierliche Margit Göll wird in die großen Fußstapfen des ÖVP-Polit-Dinosauriers Johann Hofbauer treten.

Der Gmünder Bezirk bekommt eine neue Abgeordnete, und die ist zuletzt über ihre Heimatgemeinde Harbach hinaus mit klaren Statements zu den strittigsten Themen des Jahres aufgefallen: Mit dem flammenden Appell für aktivere Flüchtlingshilfe riskierte sie (anders als etliche in der Sache auffallend farblos gebliebene Kollegen) Schimpfe aus Teilen der Bevölkerung, die das Sagen am Stammtisch haben.

In der Debatte um die Gyn-Schließung Waidhofen ging sie weiter – mit der scharfen Kritik an der Entscheidung ihres eigenen Landesrates riskierte sie gar Zoff mit der Spitze der Landes-VP.

Rar sind sie geworden, die Politiker, die offen und auch gegen Widerstand für das eintreten, was sie als richtig erachten. Hoffen wir, dass sich Margit Göll diese Eigenschaft – bei allem auch notwendigen sanftmütigen Bitten und Betteln für den Bezirk – nicht ausbügeln lässt. Und hoffen wir, dass ihr Wort dann in den Schaltzentralen des Landes auch tatsächlich wahrgenommen wird.