Erstellt am 27. Januar 2016, 06:08

von Markus Lohninger

Gut, dass Private (aus)helfen. Markus Lohninger über Grenzdebatten und aktiv gesetzte Schritte

Es braucht Mut, sich in einer bereits überhitzten Situation klar zur aktiven Flüchtlings-Hilfe zu bekennen. In Schrems tut das seit voriger Woche eine Gruppe, die sich nach Vorbild von Bewegungen quer durch den Bezirk der neuen Mitmenschen annehmen will, für sie Hilfe und Schulungen organisieren will.

Klar ist, dass der Bezirk nach steter Abwanderung junger, kluger und beruflich williger Mitmenschen jede frische Idee, große Vision und den Mut zur Selbstverwirklichung nötig hat. Auch Flüchtlinge bringen mitunter solche Vorzüge mit, zeigen wie berichtet in Eisgarn viel beachtete Kunstwerke oder wollen sich wie in Gmünd mit Läden auf eigene Beine stellen.

Klar ist auch, dass die, die hier nicht Fuß fassen können, den Bezirk irgendwann überfordern können. Politisch misslingt es im Kleinkrieg um Zäune und Zahlen immer noch, sie in diesem wichtigen Prozess zu begleiten, ihnen Pflichten, die Ansprüche ihrer Mitmenschen und ihre eigenen Möglichkeiten bewusst zu machen. Gerade das macht jede private Initiative kostbar, zumal es praktisch alle Helfer sagen: Der Aufwand kommt zurück.