Erstellt am 31. März 2016, 05:44

von Markus Lohninger

Kein Sparen bei Notdiensten!. Markus Lohninger hält Notarztdienste in Bezirkshauptstädten für unverhandelbar.

Wir haben es gut im dichtest besiedelten Ballungsraum des oberen Waldviertels rund um die Stadtgemeinden Gmünd, Schrems und Weitra: 25.000 Einwohner erhalten hier in einem Dutzend Gemeinden bereits Augenblicke nach einer Alarmierung notärztliche Hilfe.

Im Zuge der Ausschreibung des Dienstes durch das Land NÖ kann sich das ändern: Wenn für die Bezirke Gmünd, Waidhofen und Zwettl zusammen nur noch zwei Notarzt-Standorte als Minimum vorgegeben sind, dann erachtet das Land offenbar zwei Notarzt-Stützpunkte für ausreichend. Also könnte es – kaum vorstellbar – eine Schließung in einer Waldviertler Bezirkshauptstadt akzeptieren.

Um Anfahrtszeit-Limits einhalten zu können, wäre in dem Fall die Kombination eines Stützpunktes in Zwettl für den Süden und eines neuen Stützpunktes zwischen Gmünd und Waidhofen (etwa in Vitis) möglich, der den Norden mit einer eigenen Mannschaft abdeckt. Das wäre eine salomonische Lösung. Aber es wäre eine Lösung, die im Ringen um das Leben viel Zeit kosten könnte – mitunter gar das Leben. Selbst in Zeiten des Sparens dürfen Politik und Rettungsdienste nicht zulassen, dass es so weit kommt.