Erstellt am 29. September 2015, 09:47

von Maximilian Köpf

Keine Chance für Schöngeister. Kommentar - Maximilian Köpf über die Krise beim SC Amaliendorf.

„Jetzt müssen wir auch den Sieg gegen Atzenbrugg anders sehen.“ Nicht nur die 0:5-Pleite von Schrems schmerzte Amaliendorfs Sektionsleiter Christian Scherzer, sondern auch der wohl doch nicht so aussagekräftige Sieg gegen ihrer Form nachlaufende Atzenbrugger, die am Wochenende auch den, mit Amaliendorf punktegleichen, Guntersdorfern ihren ersten Saisonsieg ermöglichten.

Die Sichtweise hat seine Berechtigung. Siege gegen schwache oder starke Gegner sind anders zu sehen. Drei Punkte gibt’s aber trotzdem. Dass sich schon Siege wie Niederlagen anfühlen, zeigt, wie verfahren die Lage ist. Schwappt die Mentalität einiger Kicker auf die Funktionäre über? Eher nicht, aber in der Vereinsführung wird händeringend nach Wegen aus der Krise geforscht und dabei alles hinterfragt. Das ist gut so, aber im Grunde geht es vor allem um eines: Motivation.

Einige Akteure beim SCA schweben divenhaft über den Platz wenn‘s läuft. Aber kaum geht etwas nicht so leicht von der Hand, werden sie zu Zicken. Im Erfolg ist das Verhalten verschmerzbar, aber im Abstiegskampf fatal. Denn genau dort ziehen Schöngeister den Kürzeren. Dort müssen alle Spieler Dreck fressen, nicht nur einige.