Erstellt am 03. August 2016, 04:00

von Maximilian Köpf

Auf dem Rücken des Spielers. Maximilian Köpf über den Konflikt Amaliendorfs mit Waidhofen wegen Patryk Kaminski.

Eigentlich war‘s eine kleine Notiz unter den Transfer-Nachrichten: Patryk Kaminski wechselt nach einem Jahr in Polen von Amaliendorf nach Waidhofen. Dieser Wechsel bot aber so viel Zündstoff, dass die Vereine heute noch um den Mittelfeldspieler streiten.

Die Patt-Stellung wird auch noch weitergehen. Amaliendorf will einen Spieler, den man selbst ausgebildet hat, nicht verschenken. Und Waidhofen möchte für einen Spieler, den man nicht braucht, der sich – unter Vorspiegelung falscher Tatsachen? – selbst beim Verein angeboten hat und dem man eine Chance geben will, kein Geld bezahlen. Die Gründe beider Seiten sind verständlich.

Eine unnötige Aktion war‘s trotzdem. Wenn Waidhofen alles wasserdicht haben hätte wollen, wie Obmann Andreas Hanisch im NÖN-Gespräch sagte, wäre es am einfachsten gewesen, beim SC Amaliendorf nachzufragen, anstatt einfach einen internationalen Transfer vom Verein, bei dem Kaminski in Polen unterklassig kickte, abzuwickeln und darauf zu hoffen, dass Amaliendorf den Spieler verschenkt. Man hätte sich viel Ärger ersparen können. Denn egal, ob die Regelung, dass die Transferrechte weiter beim SC Amaliendorf lagen, während Kaminski in Polen spielte, sinnvoll ist oder nicht. Am Ende leidet der Spieler darunter.