Erstellt am 10. Januar 2018, 02:19

von Markus Lohninger

Der Trend ist sehr wohl steuerbar. Markus Lohninger über das Einwohner-Minus – und einen Schritt mit Signalwirkung

Junge Inländer mit Familie kommen nicht ausreichend, um das Missverhältnis zwischen Sterberaten und Geburtenzahlen abzufedern. Flüchtlinge kamen oft mit Familie, waren aber wenig erwünscht, bescherten den Anti-Ausländer-Plärrern Höhenflüge, und haben die Region nun in Scharen verlassen. Geht es hart auf hart, wollen auch sie nicht hier bleiben. – Deutlich weniger Einwohner heißt aber deutlich weniger Geld aus dem Finanzausgleich zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur. Die Abwärtsspirale dreht sich von Neuem.

Was tun für das Bleiben und Kommen der Erwünschten? An einer Bewusstseins-Offensive an Schulen führt kein Weg vorbei: Gutes Leben ist im Bezirk durch hohes Job-Angebot und Löhne, die landesweit nicht oft zu finden sind, möglich! Und es braucht Wege, um Menschen an die Region zu binden. Die angelaufene Eingliederung von 29 Jobs aus dem Landhaus in unsere Bezirkshauptmannschaft erlöst endlich 29 Mitmenschen vom Pendeln nach St. Pölten.

Sie stehen bald nicht mehr vor der Frage, ob sie der Strapazen wegen mit ihren Familien weggehen sollen; manche können wohl heimziehen. Mehr Maßnahmen dieser Art braucht es, damit Durchhalte-Parolen für unsere Region wirklich greifen können.