Erstellt am 13. Juli 2016, 05:47

von Markus Lohninger

Elk: Entwicklung war abzusehen. Markus Lohninger über nötige Finanzspritzen und offenbar richtige Geldgeber

Elk geht vom Familienbetrieb in die Gruppe eines bei uns maximal Experten bekannten Investors über. An einem Punkt, wo es mit mitgewachsenen Firmen wie Meindl, Schrenk oder BZ-Bau größter Job-Motor im Waldviertel ist, schließt sich im Lebenswerk von Firmengründer Johann Weichselbaum ein großes Kapitel. Das trägt aber eine für uns wichtige Botschaft: Wir haben die innovativen, starken Unternehmertypen, die aus dem Nichts überregional führende Betriebe wie Leyrer+Graf, Moorheilbad, Schuhwerkstatt oder eben Elk zaubern können; wir haben die Arbeitskräfte, die diese Erfolgsstorys mittragen können. Beides lässt darauf vertrauen, dass einem geschlossenen Kapitel neue folgen werden.

Was bedeutet der Deal nun? Das Vertrauen in Investoren ohne Lokalbezug könnte bei uns größer sein: Zu oft folgten auf inbrünstige Versprechungen bittere Enttäuschungen. Die Entwicklung war aber abzusehen. Elk hatte offensiv und doch vergeblich Geldquellen gesucht, das sogar in der eigenen Belegschaft. Ein neuer Eigentümer, der noch dazu auf Restrukturierungen spezialisiert ist, ist nun auf jeden Fall einmal eine Lösung. Die bedeutet einen Neustart – der auch neue Chancen und Perspektiven bieten wird.