Erstellt am 12. Oktober 2016, 07:04

von Markus Lohninger

Hoppalas einst und jetzt. Markus Lohninger über die Bürde der Kommunikation in der Hektik des Polit-Alltags

Der Stadtchef, der den Laden im Alleingang schupft, politische Mandatare der anderen Fraktion nicht mitmachen lässt und auch nicht informiert: Das Bild der „One-Man-Show“ war der Wahlkampf-Hit, mit dem die ÖVP vor bald zwei Jahren die absolute Mehrheit der Gmünder Sozialdemokraten um den damaligen Bürgermeister Beer brach – und mit dem sie letztlich ihre Spitzenkandidatin Rosenmayer ins Bürgermeister-Amt hievte.

Inzwischen mehren sich auch Klagen der SPÖ, als Mehrheits-Fraktion in Pläne der ÖVP/AfG/ FPÖ-Führung nicht eingebunden zu sein. Bezeichnend waren dafür zwei Dringlichkeits-Anträge der Sozialdemokraten in der jüngsten Gemeinderats-Sitzung zu angeregten neuen Projekten, die die Regierungs-Koalition daher ablehnte, weil die Projekte laut Auskunft Rosenmayers ohnehin bereits im Laufen sind.

Kommunikations-Pannen liefert offenbar die VP-geführte genauso wie zuvor die SP-geführte Stadtregierung. Aber sie dürfen heute wie damals als Ergebnis einer regional einmaligen Fülle an vorangetriebenen Projekten in einer Stadt gewertet werden, die von ihren Spitzenpolitikern nicht nur verwaltet, sondern ehrgeizig gestaltet wird. Das ist die positiv stimmende Schlussfolgerung aus den zwischenmenschlichen Hoppalas.