Erstellt am 19. Oktober 2016, 06:36

von Markus Lohninger

Malheur kann Glücksfall sein. Markus Lohninger über das Ende des Discobusses und den möglichen Ersatz

Vieles haben unsere Kommunalpolitiker schon bei ihren Bemühungen um eine bessere Mobilität der Bevölkerung mitmachen müssen. Nach mehrfach gescheiterten Anläufen für Taxidienste (mangels Mitreisenden) versiegte zuletzt auch die Nachfrage für den zuvor lange Jahre rege genutzten Discobus, der Nachtschwärmer zwischen Dietmanns, Gmünd, Hoheneich und Schrems am Weg in die Vitiser Disco einsammelte und frühmorgens wieder heimbrachte.

In zwei Jahren gingen gut zwei Drittel der zuvor 2.100 Nutzer verloren, zuletzt zahlten die Gemeinden pro Fahrgast mehr als 15 (!) Euro drauf. Der Dienst war nicht mehr zu rechtfertigen. Das vermeintliche Malheur könnte nun zum Glücksfall reifen: Kann der Gmünder Stadtrat Trsek seine Vision des „Jugendtaxis“ durchsetzen, dann wird aus der Not sogar eine Tugend gemacht.

Vergünstigt nutzbare Taxis werden dem geänderten Freizeit-Verhalten Jugendlicher eher gerecht als Busse, die zu fixen Zeiten linienförmig zu und von der immer gleichen Disco fahren. Die Unterstützung der Gemeinden am sicheren Weg durch die Nacht wird so zeitlich und räumlich flexibel – zu Pub, Disco, Party, Kino oder auch Vereinshaus – nutzbar sein. Und billiger wird sie allemal kommen.