Erstellt am 18. August 2016, 12:24

von Markus Lohninger

Viel erreicht, noch viel zu tun. Markus Lohninger über den Tourismus- Aufwärtstrend – und weitere Potenziale.

Menschenschlangen, die lange vor dem offiziellen Restaurant-Schluss nicht mehr bedient wurden. Gäste, die wegen drohenden Regens (der nie kam) von der Restaurant-Terrasse komplimentiert wurden. Lokale, die außerhalb der Kernzeiten keine Speisen zubereiten. Ein Tag im Salzkammergut führte jüngst vor Augen, wie rasch eine Urlaubs-Destination den Anschluss verlieren kann – und welche Entwicklung die Erlebnis- und Tourismusbranche im Gmünder Bezirk nimmt: Die geschilderten Zustände sind bei uns an guten Adressen längst unvorstellbar.

Der Aufwärtstrend im Sog von Naturparks, Gesundheits- und Erlebnis-Einrichtungen, Nostalgiebahnen oder dem Solebad hat Touristen gebracht, die Einstellung zum (zahlenden) Gast geändert – und das Vertrauen in eigene Visionen gestärkt. Dazu passt, dass in Hirschenwies und nun auch Alt-Nagelberg gerade die einzigartige Glas-Geschichte im Bezirk zum Thema wird. Dem Beispiel sollte die Textilbranche folgen. Und vor allem die Stadt Gmünd: Die oft diskutierte Idee eines Museums zum Flüchtlingslager wurde 2014 für eine Ausstellung mit gewaltigem Erfolg sogar kurzzeitig realisiert – ruht aber inzwischen wieder. Das ist doppelt bitter in unruhigen Zeiten wie diesen.