Erstellt am 09. März 2016, 04:59

von Markus Lohninger

„Krise“ schafft neue Strukturen. Markus Lohninger über die Rückkehr zum Miteinander durch Hilfs-Initiativen.

Schon vor Monaten entstand aus der Flüchtlingshilfe in Heidenreichstein ein Raum des Austausches, nun folgen Gmünd mit einem „Begegnungs-Café“ und voraussichtlich auch Schrems. Gmünd erhält gar eine Waren-Sammelstelle, in der jeder geben – aber auch unabhängig von seiner Herkunft nehmen kann.

So naheliegend der Betrieb solcher Einrichtungen auch zur Unterstützung „Einheimischer“ ist – es brauchte die Flüchtlings- Ströme, ehe der Stein ins Rollen kam. Plötzlich werden auch in den Städten Bedürfnisse und Möglichkeiten von Mitmenschen koordiniert und verknüpft. Bedürftige erhalten das Gefühl, dass sie in ihrer Not nicht alleine gelassen werden. Helfer erfahren, dass sie gebraucht werden und auch sie die Welt ein kleines Stück verbessern können. Alle können auf eine bestimmte Art davon profitieren.

So werden kostbare Strukturen wieder aufgebaut, die in Dörfern mitunter noch gut funktionieren, aber aus größeren Gemeinden oft weitgehend verschwunden waren. Hoffen wir, dass sie als positive Begleiterscheinungen die angebliche „Flüchtlings-Krise“ überdauern.