Erstellt am 13. Januar 2016, 08:57

von Maximilian Köpf

Langer Atem kann sich lohnen. Maximilian Köpf über ein aufstrebendes Talent auf dem Scheideweg.

Gute Kontakte, die man hat, soll man auch nutzen. Das trifft in vielen Bereichen des Lebens zu. Im Fußball sind die richtigen Verbindungen vor allem im Transferfenster Gold wert.

Vor zwei Jahren lotste Wolfgang Dürnitzhofer als Sportlicher Leiter seinen Sohn Michael und dessen guten Freund David Höbarth von Eibenstein nach Amaliendorf. Michael Dürnitzhofer spielt seit Sommer wieder in Eibenstein, Wolfgang Dürnitzhofer ist dort mittlerweile Sportlicher Leiter. Jetzt soll auch Höbarth zurückkommen. Allzu verständlich, der Stürmer wäre eine Top-Verstärkung für den strauchelnden Meister. Aber: David Höbarth ist in der

2. Landesliga West keinesfalls gescheitert, entwickelt sich laufend und steht nicht mehr nur an der Schwelle zur Amaliendorfs Kampfmannschaft.

Eibenstein würde er jetzt sicher mehr helfen als Amaliendorf. Ein kurzer Blick in die Zukunft verändert aber die Lage: Petr Bartejs wird 39, sein Karriereende naht. Dann käme wohl Höbarths Chance, sich in der Landesliga festzubeißen. Zurück in der 1. oder schlimmstenfalls 2. Klasse müsste sich der Stürmer die Aufmerksamkeit, die er jetzt genießt, erst wieder neu erspielen. Hegt er noch den Anspruch, höherklassig zu spielen, würde es sich da nicht lohnen, doch noch ein bisschen durchzubeißen? Der Weg zurück ist auch danach noch offen.