Erstellt am 17. Mai 2017, 02:37

von Maximilian Köpf

Nicht die Augen schließen. Maximilian Köpf über heiße kommende Wochen für Gmünd und Schrems.

Zuschauer schimpfen, neutrale Beobachter sind verwundert, aber bei den Vereinen scheint der Abstiegskampf nicht wirklich angekommen zu sein. Mehr noch in Gmünd, etwas weniger in Schrems, wo man scheinbar locker mit dem Thema umgeht.

So ist das natürlich nicht. Die drei Punkte Vorsprung auf den dritten Abstiegsplatz (zwei Zähler mehr als Gmünd) legen auch Schremser Stirnen in Sorgenfalten. Einige Akteure sind im Tief. Dazu funktioniert die Offensive noch immer nicht, wie sie soll, braucht zu viele Chancen. Die mentale Ebene ist in Gmünd das Problem. Trainer Armin Drach arbeitet seit Wochen an der Lösung – mitunter mit unkonventionellen Methoden wie einem Waldspaziergang. So lustlos wie der SC zuletzt auftraf, setzt er da auf die richtige Karte. Ob‘s hilft, wird sich zeigen. Versucht haben wird Drach aber alles, um den Abstieg zu verhindern. Das kann man aktuell nicht von allen seinen Spielern behaupten.

Und die Vereinsspitzen üben sich in Durchhalteparolen. Verständlich. Man glaubt ja daran. Und obendrein will man Druck von der Mannschaft nehmen. Dabei muss man aber aufpassen die Augen nicht zu sehr vor der Realität zu verschließen. Denn sonst droht die Gefahr, dass auch die Mannschaft den Blick darauf verliert. Und die sollte jetzt eigentlich mehr denn je auf eines fokussiert sein: den Kampf (!) gegen den Abstieg.