Erstellt am 10. Februar 2016, 05:03

von Markus Lohninger

Nicht nur Papier ist geduldig. Markus Lohninger zur Endlos-Debatte bei Straße und Bahn

„Die Themen kennen wir alle. Nur die Personen am Podium ändern sich.“ Das hatte Martin Huber, EU-Leaderregionsmanager im Waldviertler Grenzland, 2011 bei der Präsentation der Strategie „Waldviertel 2015+“ gegen Arbeitslosigkeit, Abwanderung oder Überalterung gesagt. Die Strategie sah die Region im Jahr 2020 als Zentrum im Städtedreieck Wien-München-Prag.

Bessere Straßenanbindungen von Gmünd in die Zentralräume hatten da einen Schwerpunkt gebildet, genauso die „Franzlbahn“, für die bis 2020 die Fahrzeit-Verringerung für Wien-Gmünd auf 90 Minuten vorgesehen war. Es sei nicht irgendein Papier, hatte Mit-Initiator und Abgeordneter Günter Stummvoll beteuert: „Was in dieser Strategie steht, das wird 2020 verwirklicht worden sein.“

Vier Jahre vor dieser Verwirklichung steht er nicht mehr am Podium. Wir diskutieren bei Straße & Bahn immer noch über Rosinen, die wir rauspicken sollten, um überhaupt etwas abzukriegen. Huber hatte recht. Und Bahnaktivist Hohenbichler hat recht, wenn er am Podium bleiben und sich nicht länger mit Rosinen abspeisen lassen will.