Erstellt am 17. Mai 2017, 02:37

von Markus Lohninger

Nicht warten auf die Superstraße!. Markus Lohninger zum Zustand vor Ort im Schatten der Debatte um eine ferne Autobahn

Die Verkehrs-Infrastruktur des Waldviertels hält uns im Bereich zwischen Hoffnung und Ohnmacht. Gerade wurde die x-te Debatte zur „Franzl-Bahn“ vom Zaun gebrochen, schon gelangte der Dauerbrenner Waldviertel-Autobahn auf den Tisch. Dazu genügte der knappe Sager des neuen Straßenbau-Landesrates Schleritzko, das Ding nicht kategorisch auszuschließen. Muss er auch gar nicht – eine Autobahn braucht Jahrzehnte, doch der Landtag wird in wenigen Monaten gewählt. Danach lastet das Straßenbau-Budget womöglich bereits auf den Schultern eines Anderen.

Ist die Option ernsthaft ein Thema, dann ist rasch die Frage um ein ehrliches Wollen zu klären und im Fall der Fälle ein grobes Trassenkonzept zu entwickeln. Darin müssen dann für die lange Vorlaufzeit die bereits unaufschiebbaren Maßnahmen sinnvoll eingewoben werden. Während wir nämlich seit Jahren von der Autobahn träumen, verbinden vor unserer Nase im Bezirk noch immer nicht vier und nicht drei, sondern fast lückenlos lächerliche zwei Spuren die Orte (und umfahren diese meist nicht einmal). Aussicht auf nahe Besserung: fast null. Hier muss einfach etwas geschehen – unabhängig davon, ob die Superstraße nun in ferner Zukunft kommt oder nicht.