Erstellt am 05. April 2017, 03:01

von Markus Lohninger

Raum für Neues macht attraktiv. Markus Lohninger über den doppelten Nutzen durch den Abbruch am ÖBB-Areal

Der Siedlerboom im Wasserfeld, wo bald nach Aufschließung ein dritter Gmünder Kindergarten errichtet werden musste, zeigte es vor. Jetzt haben sich – vor der Parzellierung der von der Gemeinde gekauften ÖBB-Gründe beim Harabruckteich und ohne jede Bewerbung – sechs konkrete Interessenten für das ab Sommer geplante neue Bauland vormerken lassen. Die Stadtbevölkerung wächst. Warum?

Die Bezirkshauptstadt ist einerseits mit einem immer noch vitalen Zentrum, einer sich weiter entwickelnden Infrastruktur, einem dichten Gastronomie-Angebot und den meisten Jobs weit und breit die urbanste Stadt im Waldviertel. Zugleich bietet sie mit Blockheide, Lainsitzniederung, Teichkette, Aßangwald oder Schlosspark einen von überall aus rasch erreichbaren, hochwertigen Naturraum.

Gmünd, bis vor wenigen Jahren von Abwanderung und Ausdünnung geprägt, präsentiert sich heute als attraktiver Ort zum Leben, wo sich Menschen gerne niederlassen. Das muss ihnen allerdings erst ermöglicht werden: Wie jetzt unattraktive Alt-Immobilien in Top-Lage für Wohnraum umzurüsten, ist kostspielig, wertet aber die Stadt am stärksten auf. Optionen für Nachfolge-Projekte gäbe es auch im Zentrum noch zur Genüge.