Erstellt am 01. Juni 2016, 06:45

von Maximilian Köpf

Reserve ist die Knautschzone. Maximilian Köpf über das Ende der Reserve als Anfang vom Ende in Langschwarza.

Eineinhalb Jahre nach Harbach erwischt es den nächsten Verein aus dem Bezirk Gmünd. Langschwarza stellt im Sommer den Spielbetrieb in der 2. Klasse Waldviertel Süd ein. Aus heiterem Himmel kommt das nicht. Der SVL war bereits 2014 ein Kandidat auf die „Nachfolge“ Harbachs. Schon damals fehlten Funktionäre, bestand der Verein nur noch wegen Johann Ableidingers aufopferndem Kampf.

Daran hat sich nichts geändert. Langschwarza ist aber heuer von der Reserve-Pflicht befreit. Es zeigt sich immer wieder: Bekommt ein Verein Probleme mit der Reserve, folgen die Probleme im Verein meist auf dem Fuß – sei es bei Spielern oder Funktionären. Schlag nach beim SV Eisgarn (heute in der

3. Klasse konsolidiert), beim UFC Großdietmanns (aufgelöst), beim UFCN Harbach (reiner Nachwuchsverein) oder beim USC Ottenschlag (ab Sommer in einer „Ehe“ mit Sallingberg).

Soll ein Sportklub funktionieren, ist die Reserve essenziell. Sie ist der Pool aus Nachwuchs, Spielern am Sprung in die Erste und vereinstreuen Typen, die aus Spaß kicken und auch im Vereinsleben aktiv sind. Dass Neueinsteiger eine Reserve-Schonfrist bekommen, ist gut. Die Reserve darf aber nicht leichtfertig aufgegeben werden – dafür muss auch der NÖFV sorgen. Ist sie weg, gibt es keine Knautschzone. Der Weg führt ungebremst gegen die Mauer.