Erstellt am 07. Oktober 2015, 05:17

von Markus Lohninger

Schwer, eine Logik zu erkennen. Markus Lohninger zur Benachteiligung des Bezirkes durch die „Gyn“-Pläne.

Den Norden zieht es nach Waidhofen, den Süden nach Zwettl, und die starke Mitte des Bezirkes Gmünd mit der Bezirkshauptstadt und dem Raum Schrems bleibt zu alleine oft in der Mitte übrig.

Dadurch, dass große Teile der Bevölkerung beispielsweise mit ihrem Einkaufsverhalten diesem Muster folgen, haben sie zur Schwächung des Bezirkes und damit in letzter Konsequenz auch ihrer eigenen Situation beigetragen. Selbiges müssen wir uns, bevor wir politische Entscheidungen beklagen, auch in Sachen Gyn-Schließung in Waidhofen vor Augen führen: Dadurch wurde einst der Geburten- und Gynäkologie-Station in Gmünd – dem zweitgrößten Bezirk des Waldviertels – das Leben ausgehaucht und der aktuelle Verdruss überhaupt erst möglich.

Jetzt schließt auch Waidhofen. Damit wird es für über 10.000 Menschen im Norden des Bezirkes Gmünd gefährlich. Hier eine Logik zu erkennen, fällt schwer, zumal eine Einsparung auf der ähnlich kleinen Gyn in Horn noch eher zu verkraften wäre: Das würde den Hornern keine größeren Nachteile bringen, als wir sie seit Jahren gewöhnt sind. Und es würde den Standort Waidhofen stärken, statt eine ganze Region schwächen.