Erstellt am 30. Dezember 2015, 04:03

von Bernd Dangl

Schwieriger für die Peripherie. Bernd Dangl über die Zurückhaltung der W4-Klubs in der 2. Landesliga West.

Ungemein ruhig ließen die Fußballklubs das Jahr ausklingen. Vor allem in der 2. Landesliga West geht‘s beim Waldviertler Trio Gmünd, Schrems und Eggenburg fast schon resignierend zu. Und das, bei „nur“ sieben bzw. acht Punkten Rückstand zur Tabellenspitze. Gerade in dieser ausgeglichenen Liga wäre im Frühjahr einiges drinnen. Eine fahrlässig ausgelassene Chance der W4-Klubs?

Nein! Zum Einen wollen die in der Tabelle vorne platzierten wie Rohrendorf oder Melk unbedingt rauf, werden dahingehend im Jänner den Kader aufbessern. Zum Anderen wird es für Klubs an der Peripherie immer schwieriger, am Markt der Ballungsräume mitzumischen. Welcher Kicker aus dem Wiener Raum möchte schon eine (Bezirk Horn) bis knapp zwei Stunden (Bezirk Gmünd) Fahrtzeit pro Strecke in Kauf nehmen?

Bei drei Trainings und einem Spiel die Woche. Vor allem, wenn er um dieselbe Gage, bei Klubs kicken kann, die nur einen Katzensprung weit weg sind. Oder wo er, dank guter Verkehrs-Infrastruktur (Autobahn!) schneller dort ist.

Daher: Die Vereine, die daraus die richtigen Schlüsse ziehen und rechtzeitig auf den eigenen Nachwuchs setzen, werden künftig bessere Karten haben, als die, die trotz immer schlechterer Aussichten, weiter auf Dienste Auswärtiger bauen wollen.