Erstellt am 20. April 2017, 03:06

von Maximilian Köpf

Spieler ziehen den Karren. Maximilian Köpf über den Trainerwechsel beim FC Heidenreichstein.

Wie schnell sich im Fußball doch die Zeiten ändern. Im Herbst war er noch der Erfolgstrainer, der mit seiner Mannschaft die Gegner reihenweise dominierte, ex aequo mit Kautzen und Pfaffenschlag an der Tabellenspitze überwinterte. Am Samstag nahm Dietmar Schweighart in Heidenreichstein seinen Hut. Ein Punkt aus fünf Spielen lautete die magere Bilanz. Der Trainer war einmal mehr das schwächste Glied in einer Mannschaft, die die Erwartungen nicht erfüllt hatte.

Die Öffentlichkeit war fokussiert auf „die Heidenreichsteiner, die mit dem fünften Legionär im Frühjahr ja alles zerreißen müssen“. De facto spielte man erst zweimal in fast voller Montur – Oliver Flicker fehlt immer noch – und kämpfte schon in der Vorbereitung laufend mit Ausfällen. Das schlechte, fast unmotivierte Auftreten der Burgstädter rechtfertigen diese Umstände aber nicht. Die Spieler mental aufzurichten, daran ist Dietmar Schweighart wohl hauptsächlich gescheitert.

Also: Ja, sein Abgang war eine logische Konsequenz des komplett verkorksten Starts ins Frühjahr. Der Derby-Sieg im Spiel eins nach der Schweighart-Ära passt da symbolisch auch ganz gut ins Bild. Aber: Im Endeffekt liegt es an den Spielern selbst, den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen. Einen ersten wichtigen Schritt haben sie am Ostermontag gesetzt.