Erstellt am 12. Oktober 2016, 06:40

von Maximilian Köpf

Eine Ochsentour, die sich lohnt. Maximilian Köpf über die Probleme mit der Reserve in Heidenreichstein.

In der achten Runde schon zum zweiten Mal die Reserve aus Personalmangel abgesagt, in der Reserve-Tabelle Letzter. Solche Daten bringt normalerweise ein Verein zustande, der ums Überleben kämpft. Tatsächlich handelt es sich dabei um den FC Heidenreichstein, der als Tabellenführer der 1. Klasse Waldviertel sportlich top dasteht.

Ein Erfolg, der zum Großteil den vier Legionären im Kader zuzuschreiben ist. Ob diese der Grund dafür sind, dass es so wenige Eigengewächse gibt, oder die wenigen Eigengewächse der Grund für die vielen Legionäre? Wohl ein wenig von beidem. Fakt ist, dass Heidenreichstein schon längere Zeit mit der Reserve kämpft. Das Freizeitangebot in der Burgstadt ist sehr umfangreich, man muss nicht Fußball spielen, um sich die Zeit zu vertreiben. Zudem ist die Konkurrenz aus den Nachbargemeinden groß – in jeder gibt‘s einen Fußballverein.

Es ist legitim, sich mit dem Legionärs-Reglement zu helfen. Das kann aber nur eine kurzfristige Lösung sein. Was macht man, wenn einmal gar kein Heidenreichsteiner mehr für den FCH spielen will? ... Auf lange Sicht müssen die Burgstädter die Probleme mit der Reserve in den Griff bekommen. Das wird mühsam, wahrscheinlich eine Ochsentour. Aber ohne Unterbau wird‘s schwer, langfristig in der 1. Klasse zu bestehen – und in der Gebietsliga sowieso.