Erstellt am 26. April 2017, 03:47

von Maximilian Köpf

Mit Leichtigkeit wird‘s rosiger. Maximilian Köpf über den späten Trainerwechsel beim SV Weitra.

Lucjan Wojtanowicz ging, wie er vor über zwei Jahren gekommen ist: auf leisen Sohlen. Ginge es nach dem SV Weitra, hätte weder seine Verpflichtung noch seine Absetzung einer Schlagzeile bedurft. Nicht, weil der Trainerwechsel nicht berichtenswert wäre, sondern weil man bescheiden geworden ist – nach dem langen Kampf um den Aufstieg in die Gebietsliga und
dem aktuellen gegen den Abstieg am liebsten in Ruhe arbeitet.

Und vielleicht auch ein bisschen deshalb, weil man weiß, dass man sich mit der Entscheidung lange Zeit gelassen hat. Eine so verkorkste Hinrunde (elf Punkte, erster Sieg im siebenten Spiel) hätten wohl nur wenige andere Trainer überstanden. Schrems etwa setzte Manfred Mayer vor die Tür, obwohl er den ASV mit 16 Punkten im Tabellen-Mittelfeld hielt. Weitra hielt, im Wissen um die Qualitäten Wojtanowicz’ auch im Keller am Meistertrainer fest, verstärkte die Mannschaft. Letztlich war das aber zu wenig.

Dass die Braustädter im ersten Spiel nach Wojtanowicz derart befreit aufspielten, rechtfertigt die Trennung. Mit dieser Leichtigkeit sieht die Zukunft beim SVW wieder rosiger aus. Und mittlerweile muss sich auch bis zum letzten Weitraer herumgesprochen haben: Um dem Abstieg zu entkommen, müssen alle kratzen und beißen!